Köpperner Dachplatten in den Backesgärten

Unabhängig von den lokalpolitischen Auseinandersetzungen um die Backesgärten in Köppern, von denen man in der Presse viel lesen konnte, haben sich für unseren Verein ganz praktische Aspekte aus der anstehenden Wohnbebauung der bisherigen Gartengrundstücke ergeben.

Unser Vereinsmitglied Joachim Hoffmann muss als langjähriger Pächter einer Gartenparzelle das Grundstück bis Jahresende räumen. Sein Gartenhäuschen ist allerdings mit Betondachsteinen von lokalgeschichtlicher Bedeutung gedeckt, nämlich mit Köpperner Dachplatten von Rudolf H.  Braas, also von einem Unternehmen, das ursprünglich seinen Firmensitz in Köppern hatte.

Kurz vor Weihnachten hat Joachim Hoffmann nun eine kleine Arbeitsgruppe zusammengerufen, die die Dachsteine zunächst gesichert hat, damit diese nicht einfach bei der anstehenden Bebauung des Areals im Zuge der Gründungsarbeiten womöglich als Bauschutt entsorgt werden.

So haben sich Michael Röser sowie Eckhard und Johannes Kowalski eingefunden, um die Dachplatten abzudecken und mittels Schubkarren auf einem Nachbargrundstück zwischenzulagern, bis sich eine weitere Verwendung gefunden hat.

Unter den coronabedingten Vorsichtsmaßnahmen gestaltete sich diese Arbeit nicht gerade leicht, wenn man dabei pflichtgemäß die Mund-Nasenbedeckung trägt und sich körperlich anstrengt. Doch in knapp zwei Stunden war die Arbeit getan.

Für Eckhard Kowalski und Michael Röser war es schon ein besonderes Gefühl, diese Betonsteine in den Händen zu halten, und nachdem Joachim Hoffmann die Dachplatten mit einem Spachtel vom Moos befreit hat, konnte man sich von der Langlebigkeit und nachhaltigen Qualität dieses Köpperner Produktes überzeugen.

Der noch jüngere Johannes Kowalski hatte eher den Blick für die Natur und die alten Obstbäume. „Ich würde mir wünschen, dass möglichst viele dieser Bäume hier stehen bleiben können. Es wäre so schade für die vielen Vögel hier, wenn alles zugepflastert wird“, meinte er.

So gingen die fleißigen Helfer erschöpft und ein wenig nachdenklich in die Feiertage und werden die weitere Entwicklung aufmerksam beobachten.

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