Wählen ist wichtig – und gerade die Kommunalwahl ist für uns Bürgerinnen und Bürger diejenige Wahl mit dem größten direkten Einfluss. Wir als Lebendiges Köppern haben wieder einige Fragen an die kandidierenden Parteien geschickt, die sich besonders um Köpperner Belange drehen.

Verschafft Euch / verschaffen Sie sich einen Überblick, wie die einzelnen Parteien sich in der kommenden Zeit um Köpperner Themen kümmern wollen. UND: Bitte wählen gehen!!!!

1. Förderung der Vereine und des Ehrenamts:


Wie könnte die Stadt dazu beitragen, die Vereine zu entlasten, sodass sie nicht durch immer umfangreichere Auflagen, Antragsformalitäten und Kosten belastet werden?
Welche Möglichkeiten sehen Sie, um hier unterstützend tätig zu werden und die Vereine in Köppern bestmöglich zu fördern?

CDU
Die von Ihnen geschilderten Herausforderungen können wir gut nachvollziehen. Vereine dürfen nicht durch immer mehr Bürokratie, Auflagen und Kosten ausgebremst werden. Deshalb setzen wir uns für vereinfachte Antragsverfahren, klare Ansprechpartner in der Verwaltung und eine zentrale Servicestelle für Vereine ein, die gerade bei Veranstaltungen, Fördermitteln oder Genehmigungen konkret unterstützt. In Zeiten knapper Kassen ist dies durch bestehendes Personal abzubilden.
Für Köppern sehen wir zusätzlich die Notwendigkeit, verlässliche und bezahlbare Treffpunkte zu schaffen. Wenn vorhandene Räume wie das Forum Friedrichsdorf für viele Vereine finanziell schwer zugänglich sind, müssen alternative Lösungen geprüft werden – etwa stadtteilbezogene Begegnungsräume, eine sozialverträglichere Preisgestaltung oder feste Kontingente für Vereine. Wir haben hier beispielhaft die ehemaligen Räumlichkeiten des DRK vorgeschlagen.

GRÜNE
Finanzielle und bürokratische Hürden, etwa bei der Planung und Organisation von Veranstaltungen, sind oftmals auch im Rahmen der städtischen Gestaltungsmöglichkeiten nur begrenzt reduzierbar, weil personelle und sicherheitsrelevante Vorgaben eine gewisse Sorgfalt und damit Aufwand erfordern. Um Vereine dennoch bei Organisation und Austausch bestmöglich zu unterstützen, möchten wir Initiativen wie den „Runden Tisch für Vereine“ wiederbeleben. Dort können Termine kommuniziert, Erfahrungen ausgetauscht und praktische Tipps in Form eines Leitfadens weitergegeben werden, um insbesondere bei wiederkehrenden Veranstaltungen gemeinsam Potenziale zur Reduzierung des Aufwands zu identifizieren und Lösungen umzusetzen.

Um die Suche nach geeigneten Räumen und die Buchung für konkrete Veranstaltungen zu vereinfachen, schlagen wir vor, gemeinsam mit der Stadt einen öffentlich zugänglichen Belegungskalender für verfügbare Räume zu etablieren, der idealerweise auch eine direkte Buchungsmöglichkeit für Vereine bietet. Darüber hinaus sollen weitere Raumpotenziale – etwa der Seniorentreff in der Mühlstraße oder Räume in kirchlichen Einrichtungen – systematisch geprüft und einbezogen werden. Bei größeren Stadtentwicklungsprojekten wie der Lebeaumühle oder beim Neu‑ bzw. Umbau von Kitas soll die Schaffung von öffentlich nutzbaren Räumen von Anfang an mitgedacht werden, um mittelfristig ein stimmiges Raumkonzept für Köppern zu entwickeln.

SPD
Soweit rechtlich möglich sollten gemeinnützige Vereine von Gebühren, wie zum Beispiel für eine Sondernutzungserlaubnis, befreit werden. Mindestens sollten ermäßigte Gebühren erhoben werden. Dies ist beispielsweise bei der Nutzung des Forum Friedrichsdorf der Fall. Antragsformalitäten sollten generell für alle Bürger und Bürgerinnen möglichst geringgehalten werden und möglichst online durchführbar sein. Für die Erfüllung von Auflagen – z.B. beim Erstellen von Sicherheitskonzepten – erwarten wir, dass die Verwaltung berät und unterstützt. Ehrlicherweise wird die Verwaltung diese Aufgaben nur bis zu einem bestimmten Umfang und im Rahmen der verfügbaren Ressourcen erfüllen können.
Daher ist es auch notwendig Synergieeffekte zu nutzen, indem die Köpperner Vereine sich gegenseitig unterstützen, sei es mit Wissen oder eben auch über gemeinsame Aktivitäten. Für die Zusammenarbeit wurde mit der Interessengemeinschaft ein Grundstein gelegt.
Für konkrete Anliegen sind wir gerne jederzeit ansprechbar und setzen uns im Sinne des ehrenamtlichen Engagements ein.

Für die Nutzung der Räume im Forum gibt es bereits Ermäßigungen. Für regelmäßige Nutzung (Übungsstunden) sind dies 5 Euro pro Stunde, einmalige Veranstaltungen sind von den Gebühren befreit. Lediglich bei den Übungsstunden kann die Nutzung im Einzelfall entzogen werden. Diese Regelungen wurden im Rahmen der ‚Umwidmung‘ des Bürgerhaus Köppern in ein Tagungszentrum im Jahr 2006 notwendig. Die damalige politische Entscheidung hat dazu geführt, dass es kein ‚Vereinshaus‘ in Köppern gibt. Es ist aus unserer Sicht notwendig auch hier Synergien zu nutzen, beispielsweise die Mit-Nutzung des Seniorentreffs für Vereinssitzungen. Die zurecht geschilderte Problematik werden wir in der neuen Wahlperiode im Ortsbeirat Köppern aufgreifen. Wenn es realistische und finanzierbare Optionen gibt, werden wir diese unterstützen.

FWG
Die FWG beteiligt sich innerhalb des Ortsbeirates an jeder Förderung der Vereine und des Ehrenamtes. Aus der letzten Legislaturperiode heraus hat sich die Gruppierung Köppern feiert formiert, die einen tollen Beitrag für das Vereinsleben in Köppern gebracht hat. Das werden wir weiter unterstützen.

Wir engagieren und für ein aktives Vereinsleben in allen Stadtteilen und haben ein offenes Ohr für die Belange der Vereine. Wir versuchen, die ehrenamtliche Vereinsarbeit durch gute Rahmenbedingungen unterstützen. Unterstützung durch die Stadt sehen wir u.a. in der Realisierung von Sicherheitskonzepten für Veranstaltungen.

Was die Schaffung geeigneter Versammlungsräume angeht, könnten wir uns eine Zusammenarbeit mit den Kirchengemeinden sehr gut vorstellen, die gerade fürchten, ihre Gemeindehäuser zu verlieren. Eine hohe Ausnutzung könnte hier ggfs. zu mehr Rentabilität beitragen. Im Forum werden für regelmäßig wiederkehrende Nutzungen (Übungsstunden) Entgelte erhoben. Bei Veranstaltungen von gemeinnützigen Vereinen ist die Nutzung nach unserem Kenntnisstand unentgeltlich.

FDP
Unsere Vereine tragen Köppern. Sie organisieren, helfen, verbinden Generationen. Gleichzeitig steigen Auflagen, Antragsformalitäten und Kosten.

Wir setzen uns dafür ein:

• Verwaltungsprozesse für Zuschüsse zu digitalisieren und zu vereinfachen.
• Eine Möglichkeit zu schaffen, Verfügbarkeiten von öffentlichen Räumen online einsehen zu können. Dazu zählen auch Seniorentreffs, Kitas und Schulen.
• Mögliche und gesetzlich festgelegte Ehrenamtspauschalen besser zu kommunizieren und unbürokratisch zugänglich zu machen.
• Eine zentrale Ehrenamtskoordination in der Verwaltung anzuregen, die Vereine unter anderem bei Fördermitteln, Versicherungsfragen und Raumthemen unterstützt.
• Leerstehende Gebäude, die nicht verkauft werden sollen, temporär für Vereine nutzbar zu machen.

Der Ortsbeirat Köppern ist als Gremium ebenso wie die einzelnen Mitglieder als Individuen jederzeit für Bürgerrinnen und Bürger ansprechbar.

LEBENDIGES FRIEDRICHSDORF
Vier unserer Mitglieder (Jannik Bucher, Nicolas Schallmayer, Trixi Smejkal, Eric Smejkal) engagieren sich im Vorstand des Vereins zur Ausrichtung des Hugenottenmarktes. Daher wissen wir aus erster Hand, welche Herausforderungen die Organisation eines Festes mit sich bringt. Einer der größten Kostenpunkte ist dabei das Sicherheitskonzept – insbesondere Straßensperren sowie gegebenenfalls Sicherheits- und Sanitätsdienste. Unsere Erfahrung zeigt jedoch, dass die Stadt den Veranstaltern in Fragen des Sicherheitskonzepts und der Straßensperrungen bereits sehr entgegenkommt. Die Handlungsspielräume sind allerdings begrenzt, da viele Vorgaben gesetzlich geregelt sind.

Beim Lindenfest könnte die Stadt den Verein dennoch unterstützen, indem gemeinsam ein transparenter Finanzierungsplan mit allen anfallenden Kosten und erwarteten Einnahmen erstellt wird. Auf dieser Grundlage ließe sich ein angemessener Zuschuss entwickeln, der die Durchführung des Festes verlässlich absichert.

Mit Jannik Bucher und Nicolas Schallmayer verfügen wir über zwei Mitglieder, die durch
ihr Engagement im English Drama Club e.V. die Herausforderungen bei der Suche nach
geeigneten Räumlichkeiten gut kennen. Positiv hervorzuheben ist, dass die Stadt den
Vereinen bei der Nutzung städtischer Räume faire Konditionen bietet – oftmals sogar
kostenfrei oder bei regelmäßiger Nutzung zu einer moderaten Pauschale von 5 Euro pro
Stunde.
Dennoch bleibt es für Vereine ohne eigene Räumlichkeiten schwierig, in Köppern oder der
Gesamtstadt geeignete Räume zu finden. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass die Stadt
auch außerhalb ihrer Räumlichkeiten Lösungen sucht. Denkbar wäre beispielsweise eine
engere Zusammenarbeit mit den Kirchen, damit deren Räume stärker für Vereinszwecke
genutzt werden können. Unser Ziel sollte sein, dass Vereine und Institutionen in unserer
Stadt gemeinsam Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen.

2. Geschichte Köpperns hervorheben:

Was können Sie dazu beitragen, dass die Geschichte noch stärker erlebbar und für alle zugänglich wird?

CDU
Die historische Entwicklung Köpperns rund um die Mühlen am Erlenbach ist ein prägendes Merkmal des Stadtteils. Wir wollen dies als lebendigen Bestandteil der Identität Köpperns weiternutzen.
Wir unterstützen daher Maßnahmen wie zusätzliche Hinweistafeln zu historischen Orten, thematische Rundwege entlang von Erlenbach, Mühlgraben und historischen Standorten sowie digitale Informationsangebote. Auch Kooperationen mit Schulen, der Stadtbücherei und lokalen Initiativen können dazu beitragen, Geschichte generationenübergreifend erlebbar zu machen.
Das Engagement Ihres Vereins – etwa bei Filmen, Publikationen und der Pflege historischer Orte – sehen wir als großen Mehrwert. Hier sollte die Stadt noch stärker unterstützend wirken, etwa durch organisatorische Begleitung, Öffentlichkeitsarbeit und Einbindung in städtische Kulturformate.

GRÜNE
Über die bereits bestehende Dokumentation der Geschichte aller Friedrichsdorfer Ortsteile im Philipp‑Reis‑Museum hinaus sehen wir großes Potenzial, die Historie Köpperns direkt vor Ort stärker sicht- und erlebbar zu machen. So ließe sich das Foyer des Forums Friedrichsdorf für (Dauer-)Ausstellungen nutzen, um die besondere Identität Köpperns stärker in die Öffentlichkeit zu tragen. Denkbar ist zudem ein ausgeschilderter Rundweg durch Köppern, der die bereits bestehenden Hinweise und Denkmäler zu einem klar erkennbaren historischen Pfad verbindet.
Um die gewachsene Identität Köpperns zu bewahren setzen wir uns weiterhin dafür ein, die historischen Gebäude auf dem Gelände der ehem. Lebeaumühle weitgehend zu erhalten. Besonders wichtig ist uns der letzte von ehemals 100 Schornsteinen, die Friedrichsdorf prägten; dieser ist durch den quadratischen Querschnitt und den Kaminkopf eine architektonische Besonderheit.

SPD
Wir können uns vorstellen, dass der neugestaltete Internetauftritt der Stadt durch Unterseiten zur Geschichte aller Ortsteile ergänzt werden könnte. Und wie wäre es, wenn der Verein regelmäßig einen Stadtteilspaziergang anbietet, der über die Stadt beworben wird? Weiteren Ideen des Vereins Lebendiges Köppern stehen wir offen gegenüber und unterstützen auch gerne politisch.

FWG
Wir freuen uns sehr über die tollen Aktivitäten des Vereins Lebendiges Köppern, die die Geschichte in Köppern lebendig macht. Die Schnitzeljagd des Vereins war toll und wir haben auch gerne teilgenommen und einiges über unseren Stadtteil gelernt. Wir stehen Ideen offen gegenüber und dienen gerne als Ansprechpartner. Darüber hinaus werden die Maßnahmen des Vereins zur Erhaltung der Geschichte Köpperns durch den Auftritt der Stadt im Internet unterstützt.

FDP
Die Geschichte rund um die Mühlen am Erlenbach gehört zu unserer Identität. Der Verein „Lebendiges Köppern“ leistet hier bereits Großartiges. Das unterstützen wir gerne politisch, obgleich man ehrlicherweise sagen muss, dass die historische Vermittlung keine originäre Pflichtaufgabe der Stadt ist.
Konkret heißt das für uns:

  • Unterstützung entsprechender Anträge im Stadtparlament.
  • Prüfaufträge an die Verwaltung stellen, welche historischen Standorte förderfähig sind.
  • Politische Rückendeckung für engagierte Initiativen bieten.

Geschichte entsteht nicht durch Beschlüsse allein, sondern durch Engagement. Dieses Engagement verdient Unterstützung.

LEBENDIGES FRIEDRICHSDORF
Als Historiker mit großer Verbundenheit zur Geschichte des Vordertaunus und als Geschichtslehrer an der Philipp-Reis-Schule ist es mir, Nicolas Schallmayer ein persönliches Anliegen, das Interesse an der Geschichte unserer Stadt und ihrer Stadtteile zu wecken – auch wenn dies bislang nicht immer im gewünschten Maße gelingt.
Die bewusste Pflege, Weitergabe und das gemeinsame Feiern unserer Geschichte stärken jedoch die Identifikation mit dem eigenen Stadtteil und unserer gesamten Stadt. Deshalb halte ich es für wichtig, Veranstaltungen wie Vorträge, Workshops, Wanderungen oder Feste gezielt zu initiieren und zu fördern. Solche Formate machen Geschichte lebendig und für alle Generationen greifbar. Gerne bringe ich mich hierbei auch persönlich ein.

  1. Verkehr:

Welche Ideen oder Maßnahmen sehen Sie, um das Verkehrsaufkommen zukünftig zu begrenzen oder zu reduzieren?

Wie könnte die Stadt dazu beitragen, dass die Busse regelmäßig die S-Bahn erreichen und langfristig verlässliche Zugverbindungen sichergestellt werden?

Wie kann die Stadt dafür sorgen, dass künftig ausreichend sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder am Bahnhof zur Verfügung stehen?

CDU
Die hohe Verkehrsbelastung in der Ortsdurchfahrt Köppern ist seit Jahren ein zentrales Thema für
viele Bürgerinnen und Bürger. Unser Ansatz ist eine realistische und ausgewogene Verkehrspolitik:
Verkehrsberuhigung und Sicherheit verbessern, ohne die wichtige Erreichbarkeit des Stadtteils für
Anwohner, Pendler und Gewerbe zu gefährden. Wir haben uns daher vor vielen Jahren für die
Umgehungsstraße eingesetzt. Die Abschaffung von Ampelanlagen haben wir stets kritisch hinterfragt
und sind der Auffassung, dass dies maßgeblich zur höheren Nutzung der Ortsdurchfahrt –
insbesondere bei Stau und Sperrungen auf der A5 – führt. Mit der Verlängerung der Tempo 30 Zone
haben wir im Ortsbeirat wesentlich dazu beigetragen, den Verkehr zu beruhigen. Im Übrigen haben wir
einen entsprechenden Antrag bereits vor etwa 10 Jahren in der Stadtverordnetenversammlung
gestellt. Er wurde vom damaligen Bürgermeister leider abgelehnt.
Ein konkreter Schwerpunkt muss auf der besseren Abstimmung der Busverbindungen mit der S-Bahn
liegen. Gerade für Pendlerinnen und Pendler aus Köppern ist ein verlässlicher Anschluss
entscheidend. Hier sollte die Stadt in engem Austausch mit Verkehrsverbund und Betreibern auf
optimierte Fahrpläne und stabile Taktungen hinwirken. Wir haben uns zudem für eine bessere Taktung
der Linie 54 eingesetzt.
Da immer mehr Menschen das Fahrrad zum Bahnhof nutzen, setzen wir uns zudem für sichere,
überdachte und gut beleuchtete Fahrradabstellanlagen am Bahnhof ein. Dies stärkt umweltfreundliche
Mobilität ganz praktisch im Alltag.

GRÜNE
Mit der deutlichen Erweiterung der Tempo‑30‑Regelung auf der Köpperner Straße wurde kürzlich bereits ein wichtiger Schritt getan. Wir setzen uns dafür ein, diese Geschwindigkeitsbegrenzung auf den gesamten Verlauf der Köpperner Straße auszuweiten und durch Maßnahmen wie klare Beschilderung, bauliche Verschwenkungen und regelmäßige Geschwindigkeitskontrollen wirksam durchzusetzen. Während für den Köpperner Einzelhandel weiterhin eine gute Erreichbarkeit gesichert bleiben soll, soll der reine Durchgangsverkehr unattraktiver und damit reduziert werden. Für eine spürbare Verbesserung der Sicherheit von Fahrradfahrenden und Fußgängerinnen und Fußgängern setzen wir uns dafür ein, dass das geplante Mobilitätskonzept konsequent umgesetzt wird.
Durch die ab dem 1. Januar 2027 geplante erhöhte Taktung des Busverkehrs auch in Köppern wird sich die Anbindung insbesondere an den Schienenverkehr deutlich verbessern. Dafür haben wir GRÜNEN uns in den letzten Jahren intensiv eingesetzt. Wichtig ist uns zudem, dass Stadt und Verkehrsverbünde die Fahrpläne so abstimmen, dass die Busse die S‑Bahn verlässlich erreichen. Attraktive Fuß- und Radwege tragen zusätzlich dazu bei, den motorisierten Individualverkehr zu reduzieren und damit die Gesamtsituation auch für den ÖPNV zu verbessern.
Die Zahl der Fahrradabstellplätze wird am Bahnhof Friedrichsdorf im Zuge der anstehenden Renovierung deutlich erhöht. Am Bahnhof Köppern handelt es sich nicht um ein städtisches Grundstück. Hier setzen wir uns dafür ein, dass die Stadt beim Verkehrsverband Hochtaunus nachdrücklich darauf hinwirkt, zusätzliche und sichere Abstellmöglichkeiten zu schaffen.

SPD
Tempo 30 wurde auf Initiative der SPD als gemeinsamer Antrag vorangetrieben und es wurde das Stück Hauptstraße bis zur Limesstr. als Lückenschluss des Fußgängerüberweges und dem bestehenden Tempo 30 erst im Dezember eingerichtet. Tempokontrollen haben ebenfalls bereits mehrfach stattgefunden und nun gilt es natürlich den Effekt abzuwarten in der Erwartung, dass der motorisierte Individualverkehr die Umgehung nutzen wird, sofern z.B. ein Einkauf in Köppern nicht vorgesehen ist. Die in Köppern vorhandene Infrastruktur (z.B. die Einkaufsmöglichkeiten) konnte auch durch die gute Erreichbarkeit erhalten werden.
Der Ausbau der S-Bahn-Strecke bis nach Usingen schreitet – wenn auch langsam – weiter voran und zuletzt hat der VHT und RMV bekräftigt, dass in diesem Jahrzehnt noch die erste S-Bahn bis Usingen fahren soll. Damit würde sich dieses Problem dann von selbst erledigen. Auf die Pünktlichkeit und Verlässlichkeit des Schienenverkehrs hat Friedrichsdorf nur wenig Einfluss, auch wenn wir immer wieder darauf hinweisen. Mit Fertigstellung des Bahnhofs Friedrichsdorf, auch das neuen Stellwerks soll bis Ende Februar in Betrieb genommen sein, sind hier Verbesserungen zu erwarten. Beim Busverkehr sind die Umlaufzeiten zu beachten, die Fahrpläne sollten in jedem Fall mit denen der S-Bahn besser abgestimmt sein.
In Köppern gibt es eine öffentliche Fahrradabstellanlage, die modernisiert werden müsste, drei Fahrradboxen, die über die Stadt zu mieten sind, und als Teil der Mobilitätsstation eine Sammelschließanlage (gebührenpflichtig – 90 Euro im Jahr, auch für einzelne Tage buchbar). Die Sammelschließanlage ist nach unserer Einschätzung derzeit nicht ausgelastet. Sollte es weitere Bedarfe geben, werden wir uns dafür einsetzen.

FWG
Das Ziel, den Durchgangsverkehr zu reduzieren, ist nicht widerspruchsfrei. Wir erinnern uns an die Sorgen der Gewerbetreibenden während der Sanierung der Köpperner und Friedberger Straße. Sie fürchteten damals um ihre Existenz.
Dennoch wurde das Verkehrsaufkommen in Köppern durch viele Maßnahmen reduziert. Die Umgehungsstraße nimmt einiges weg. Jetzt konnte endlich die Geschwindigkeitsregel, Tempo 30, für fast die gesamte Ortsdurchfahrt durchgesetzt werden. Mit Kontrollen werden diese Maßnahmen temporär überwacht. Wir werden uns weiter bemühen und dranbleiben, dass Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden.
Auf die Planung der Busfahrzeiten nehmen wir Einfluss und bemühen uns, das Angebot des öffentlichen Nahverkehrs weiter zu verbessern. Im Rahmen der letzten Anpassung des Busfahrplans konnte eine bessere Frequenz für die Buslinie 54 erreicht werden. Es bleibt aber abzuwarten, wie sich dieser Fahrplan letztlich einpendelt.
Die verfahrene Situation durch die Mängel im Bahnverkehr bringt immer wieder Ärger. Hier ist unser Einfluss allerdings sehr limitiert. Wir haben aber den Bahnverkehr und die Situation um den Bahnhof in Friedrichsdorf herum immer im Blick und versuchen, Aufmerksamkeit dafür zu schaffen.
Die Abstellmöglichkeiten für Fahrräder sind erweitert worden. Aber auch hier halten wir ein Augenmerk drauf.

FDP
Ortsdurchfahrt
Die Köpperner Straße ist bereits in weiten Teilen Tempo-30-Zone und als Anliegerstraße für den Schwerlastverkehr ausgewiesen. Die Umgehungsstraße ist die offizielle Verkehrsführung.
Man kann nicht jede Verkehrsbelastung durch neue Schilder oder Verbote lösen. Entscheidend ist, bestehende Regelungen konsequent zu überprüfen und bei Bedarf auf Grundlage von Zahlen anzupassen. Der Ortsbeirat kann hier regelmäßige Berichte einfordern und konkrete Problemstellen dokumentieren.
Bus- und Bahnanschlüsse
Die Stadt betreibt weder S-Bahn noch Taunusbahn. Zuständig sind Verkehrsverbünde und Bahnunternehmen. Es gilt hier, Gespräche mit den richtigen Stellen zu suchen und:
-Den Magistrat zu Gesprächen mit den Verkehrsträgern auffordern.
-Regelmäßige Berichte der Verwaltung zur Abstimmung mit RMV und Bahn einfordern.
-Konkrete Mängel dokumentieren und weiterleiten.
Außerdem stehen wir schon lange für moderne On-Demand-Angebote, wie bedarfsorientierte Kleinbusse statt Leerfahrten im großen Omnibus. Dies ist zum einen ein Beitrag zur Klimaverbesserung, zum anderen haben so auch Menschen später am Abend (beispielsweise nach einer Veranstaltung im Forum) die Möglichkeit, sicher und schnell nach Hause zu kommen.
Fahrradabstellplätze
Wenn Flächen der Stadt betroffen sind, können Haushaltsmittel für sichere Abstellanlagen beantragt werden. Liegen Flächen bei der Bahn, braucht es Kooperation. Wir werden diese Gespräche politisch einfordern und begleiten. Der Bahnhof Köppern verfügt im Gegensatz zu sehr vielen anderen Bahnhöfen im Hochtaunuskreis bereits seit Jahren über drei abschließbare Fahrradboxen und überdachte Fahrradständer.

LEBENDIGES FRIEDRICHSDORF
Ein guter Anfang ist damit gemacht, dass der Großteil der Köpperner Straße mittlerweile nur mit 30 km/h zu befahren ist. Dies hat zur Folge, dass die Umgehungsstraße aktuell „nur“ noch zwei Minuten länger dauert. Jedoch sehen wir noch einen deutlichen Verbesserungsbedarf; bspw. mit folgenden Änderungen:
-Die Köpperner Str. vom Bahnübergang bis zur Einfahrt zum Ortsausgang beim Industriegebiet Köppern Nordost auf 30 km/h beschränken.
-Am Kreisel bei der Ökosiedlung die Beschilderung stärker auf die Umgehungsstraße hinweisen.
-Weitere Fußgängerüberquerungen hinzufügen, um den Verkehr auszubremsen.
Im Zuge der Diskussion um ein neues Buslinienkonzept wurde die Taktung in den Stoßzeiten erfreulicherweise verbessert. Aufgrund der angespannten Haushaltslage hat sich die Mehrheit der Stadtverordnetenversammlung jedoch dafür entschieden, die Verbindungen in den Randzeiten sowie samstags auf einen Stundentakt und sonntags auf einen Zweistundentakt zu begrenzen.
Angesichts der nicht immer verlässlichen Situation bei der Taunusbahn und der S5 ist diese Entscheidung aus unserer Sicht bedauerlich. Da dieser Beschluss nun jedoch gilt, setzen wir unseren Schwerpunkt darauf, die Busfahrpläne bestmöglich an die Zugfahrzeiten anzupassen, um funktionierende Anschlussverbindungen sicherzustellen.
Am Bahnhof Köppern stehen noch ausreichend Flächen zur Verfügung, auf denen zusätzliche Fahrradständer installiert werden könnten. Dabei sollten stabile, fest im Boden verankerte Metallbügel zum Einsatz kommen, um die Sicherheit der abgestellten Fahrräder zu gewährleisten.
Darüber hinaus halten wir die Einrichtung von Fahrradboxen für einen sinnvollen nächsten Schritt. Diese würden es ermöglichen, Fahrräder gegen eine geringe Gebühr wettergeschützt und sicher abzustellen – ein echter Mehrwert für Pendlerinnen und Pendler.

  1. Umwelt/Energie/Klima:

Welche besonderen Leuchtturmprojekte sind geplant, um den Einsatz für Umwelt- und Klima für alle Menschen in unserer Stadt erlebbar und greifbar zu machen?

CDU
Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich konkrete und sichtbare Maßnahmen statt abstrakter Ziele – das teilen wir ausdrücklich. Klimaschutz muss vor Ort erlebbar sein und zum jeweiligen Stadtteil passen.
Für Köppern bedeutet das insbesondere: ökologische Aufwertung von Bach- und Grünbereichen sowie die Unterstützung bürgerschaftlicher Umweltprojekte. Dem Klimabeirat haben wir beigewohnt und unseren Input geliefert. Darüber hinaus wollen wir Photovoltaik, energetische Beratung und freiwillige Sanierungsmaßnahmen fördern – stets mit Augenmaß und sozialer Verträglichkeit.

GRÜNE
Wir haben das Ziel der Klimaneutralität bis 2035 fest im Blick und stehen dafür, die erneuerbaren Energien in und für Friedrichsdorf konsequent auszubauen. Dazu gehören Initiativen sowohl von städtischer Seite als auch die aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger.
Ein wichtiger Baustein ist für uns die Prüfung und Ermöglichung von Windkraft als Option – auch, weil Kommunen dadurch langfristig zusätzliche Einnahmen erzielen können. Entsprechende Anträge haben wir eingebracht und werden uns weiterhin dafür einsetzen, dieses Potenzial verantwortungsvoll zu erschließen.
Im Bereich der Solarenergie ist Friedrichsdorf bereits auf einem guten Weg und konnte in den vergangenen Jahren deutliche Zuwächse verzeichnen. Diese Entwicklung wollen wir weiter stärken und geeignete Rahmenbedingungen für Photovoltaik auf privaten und öffentlichen Gebäuden weiter verbessern.
Ebenso setzen wir uns für eine zügige und umfassende Umsetzung des beschlossenen Klimaschutzkonzepts ein. Informations- und Dialogformate, wie etwa Infotage rund um Energie- und Klimathemen, möchten wir fortführen und ausbauen. Verständliche Information und transparente Kommunikation sind für uns zentrale Erfolgsfaktoren der Energiewende.
Neben den Maßnahmen der Stadt kommt es entscheidend auf das Engagement der Bürgerinnen und Bürger an – sei es durch energetische Sanierungen, den Einsatz erneuerbarer Energien oder nachhaltige Mobilität. Wir wollen dafür verlässliche Beratung und praxisnahe Unterstützung anbieten.
Um die vielfältigen Aufgaben wirksam zu koordinieren und entsprechende Anreize zu schaffen, braucht es ausreichend fachliche Kompetenz in der Verwaltung. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die notwendigen personellen Ressourcen – insbesondere im Bereich Klimaschutzmanagement – dauerhaft zu etablieren und weiterzuentwickeln.

SPD
Für Friedrichsdorf existiert ein Klimaschutzkonzept, in dem die vorgesehenen Maßnahmen festgeschrieben sind. Aufgrund fehlender Personalressourcen können Marketingmaßnahmen zur Sensibilisierung und Beteiligung der Öffentlichkeit nur sehr beschränkt durchgeführt werden. Das wollen wir wieder ändern.
Die wohnortnahe Infrastruktur in den Stadtteilen muss generell gestärkt werden. Auch das ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Hierzu gehören Begegnungsstätten wie Vereinszentren, Sportanlagen für den Breitensport, Spielplätze, Kinderbetreuung sowie Seniorentreffs und Mehrgenerationenhäuser. Wir wollen eine moderne, klimagerechte Quartiersentwicklung mit kurzen Versorgungswegen und der Kita in der Nähe. Klimaschutz und -anpassung gehören zu einer zukunftsorientierten Stadtentwicklung für ein lebens- und liebenswertes Friedrichsdorf. Begrünung und Verkehrsberuhigung kommen allen zugute.

FWG
Neben der Eigenverantwortung für Umwelt, Energie und Klima begleiten wir die Maßnahmen der Stadt. Wir engagieren uns für ökologisches und nachhaltiges Handeln in unserer Stadt.
Potenzial sehen wir vor allem in einer energetischen Sanierung städtischer Gebäude sowie der Errichtung weiterer, und vor allem größerer Photovoltaikanlagen – auf Dächern und Freiflächen. Die technische Entwicklung bei der Speicherung gewonnener Sonnenenergie schreitet voran. Es erscheint uns perspektivisch vielversprechend, gewonnene Sonnenenergie noch mehr Nutzenden zur Verfügung zu stellen.

FDP
Der Ortsbeirat hat leider bis dato keine eigenen Projektmittel. Wir fordern schon seit längerem die Bereitstellung eines gewissen Budgets, um die Umsetzung kleinerer Aktionen und Projekte auf direktem Wege realisieren zu können.
Was möglich ist:
-Transparente Darstellung laufender Klimamaßnahmen im Stadtteil einfordern.
-Der Ortsbeirat kann Ideengeber sein und Pilotprojekte politisch anstoßen. Die Haushaltshoheit liegt bei der Stadtverordnetenversammlung.
-Energetische Sanierung städtischer Gebäude als Vorbildfunktion unterstützen Umsetzung verfolgen.
-Gemeinschaftliche Aktionen wie Clean-ups oder die Mühlgraben-Säuberung politisch begleiten und zur Teilnahme auffordern.

LEBENDIGES FRIEDRICHSDORF
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  1. Wohnen und Leben:

Welche Ideen oder Maßnahmen sehen Sie, um dem Leerstand entgegenzuwirken und das Wohnen in Köppern für alle bezahlbar und attraktiv zu gestalten?

CDU
Die Entwicklung neuer Wohnprojekte bei gleichzeitigem Leerstand ist ein berechtigtes Spannungsfeld.
Unser Ziel ist eine maßvolle Innenentwicklung, die den Charakter Köpperns als gewachsenen Stadtteil erhält und gleichzeitig dringend benötigten Wohnraum schafft. Um Leerstand zu reduzieren, sehen wir die Stadt in einer moderierenden Rolle: Beratung für Eigentümer, Unterstützung bei Sanierung und Vermietung sowie pragmatische Lösungen bei komplexen Eigentümerstrukturen können dazu beitragen, bestehenden Wohnraum wieder zu aktivieren.
Gleichzeitig setzen wir uns für bezahlbaren, familienfreundlichen und generationengerechten Wohnraum ein. Neue Projekte sollten sich städtebaulich verträglich in Köppern einfügen und nicht zu einer Überlastung der bestehenden Infrastruktur führen. Die Erlenkunzen ist ein seit Jahren servierfertiges Projekt, das nun endlich in die Umsetzung kommen muss!

GRÜNE
Wir unterstützen die innerstädtische Verdichtung und insbesondere die Baugebiete Backesgärten und Lebeaumühle. Zusätzlicher Wohnraum trägt zur Entspannung der Lage bei, und ein Anteil von 20% der dort neu entstehenden Wohnungen wird geförderter Wohnraum sein.
Bei Leerstand und ungenutzten Wohnimmobilien hat die Kommune nur begrenzte direkte Eingriffsmöglichkeiten. Uns ist deshalb wichtig, durch Kommunikation und niedrigschwellige Unterstützung – etwa Beratungsangebote der Stadt zu Vermietung, Sanierung oder Förderprogrammen – Anreize zu setzen und die Solidarität in der Ortsgemeinschaft zu stärken.

SPD
Die Leerstandsquote ist laut Zensus 2022 eher gering. Dennoch zählt am Ende jede Wohnung. In Friedrichsdorf gibt es leider kein Leerstandskataster. Das auf Initiative der SPD Hessen im November verabschiedete Leerstandsgesetz gibt grundsätzlich Möglichkeiten, um spekulative Leerstände zu bekämpfen. Ob eine entsprechende Satzung auch in Friedrichsdorf Wirkung zeigen könnte, ist politisch zu diskutieren.
Wichtig ist aber genauso, die Anzahl verfügbarer Wohnungen auf dem Wohnungsmarkt zu steigern. Davon erwarten wir uns größere Effekte. Durch ein größeres Angebot werden sich die Mieten mindestens stabilisieren. Generell unterstützt die SPD daher die Entwicklung von Bau-Projekte im Innenbereich, zumal es zunehmend an bezahlbarem Wohnraum mangelt und Erzieherinnen und Erzieher und Feuerwehrangehörige aus diesen Gründen den Ort verlassen (und bei der Feuerwehr bedeutet dies i.d.R., dass sie nicht mehr für die Köpperner Wehr zu Verfügung stehen.)
Dabei ist uns wichtig, dass mindestens 20% geförderter Wohnraum entsteht.
Wegen der Bundeszuschüsse für den sozialen Wohnungsbau und der in Hessen aufgelegten Wohnraumförderprogramme ist der Bau von Sozialwohnungen trotz der Mietobergrenzen attraktiv – unter Umständen attraktiver als der Bau von Wohnungen, die sich teurer vermieten ließen. Es steht zu erwarten, dass diese Zuschüsse durch das Sondervermögen des Bundes in den nächsten Jahren steigen werden. Wir wollen für Friedrichsdorf hier den Weg für Investoren ebnen und mit eigenen Initiativen vorangehen.
Die bereits projektierten Bauvorhaben werden wir vorantreiben und dabei auf einen gesunden Wohnungsmix sowie bezahlbare Mieten achten.
Den neuen Wirtschaftszweig ‚Wohnungsbau‘ der Stadtwerke, der zum ersten Mal in der Berliner Straße zum Einsatz kam, wollen wir ausbauen und mit technischem Personal verstärken. Damit sind wir unabhängig von Bauträgern, bauen selbst und behalten die Grundstücke und Immobilien im städtischen Bestand. Die Wohneinheiten sollen sich aus einem den Haushaltsgrößen entsprechendem Mix aus Ein- bis Vierzimmerwohnungen zusammensetzen. Barrierefreies bzw. barrierearmes Wohnen soll verstärkt Berücksichtigung finden. Auch alternative Wohnkonzepte wie Mehr-Generationen-Wohnen werden wir fördern und umsetzen.

FWG
Das Wohnen in Köppern ist auf Grund der guten Infrastruktur sehr attraktiv. Auf Leerstände und private Eigentümer/Verkäufe haben wir aus der Politik heraus wenig Einfluss. Wir werden die genannten Projekte in Köppern weiter mitverfolgen und uns dabei für einen guten Mix aus Wohnungen und Häusern unterschiedlicher Größe, für Familien und Alleinstehende, und auch bezahlbaren Wohnraum einsetzen.
Grundsätzlich ziehen wir Wohnbebauung im Innenbereich der Erschließung des Außenbereichs vor. Denn wir schätzen die Lage Köpperns im Grünen und die Erholungsqualität durch ausgedehnte Spaziergänge im Grünen.

FDP
Die Stadt hat keine Möglichkeit, private Immobilien zwangszuvermieten. Das muss man klar sagen.
Möglich im Ortsbeirat ist:
-Zwischennutzungskonzepte für städtische Immobilien entwickeln und verfolgen, wie beispielsweise Pop-up-Geschäfte, Nutzung als Vereinsraum oder für Veranstaltungen.
-Leerstände erfassen und öffentlich thematisieren.
-Aktiv Kontakte zwischen potenziellen Mietern und Eigentümern herstellen und unterstützen.
-Politischen Druck aufrechterhalten, damit das Thema nicht versandet.
Entscheidend ist hier, dranzubleiben und immer wieder nachzuhaken. Das macht oft den entscheidenden Unterschied. Ganz klar muss jegliche Neubebauung immer nach einem fertigen Konzept mit Maß und Ziel erfolgen. Nicht nur der jeweilige Neubau, auch die umliegende Infrastruktur muss bewertet und mit einbezogen werden. Hohe Wohnnebenkosten wie Grundsteuer und Gebühren von Abfall bis Wasser belasten sowohl Eigentümer als auch Mieter und machen das Wohnen teuer. Die FDP hat in der Vergangenheit häufig erreicht, die von Verwaltung und Bürgermeister vorgeschlagenen Erhöhungen abzudämpfen oder vollständig zu verhindern. Dies werden wir weiterhin nach Kräften verfolgen, damit Wohnen nicht noch teurer wird.

LEBENDIGES FRIEDRICHSDORF
Wir haben bereits mehrfach vorgeschlagen, in Friedrichsdorf eine kommunale Wohnungsgesellschaft zu gründen. Ihr Vorteil läge darin, wirtschaftlich solide zu arbeiten, ohne dem Druck einer Gewinnmaximierung zu unterliegen. So könnte die Stadt gezielt bezahlbaren Wohnraum schaffen und diesen dauerhaft in städtischer Hand halten.
Bezahlbare Mieten sind eine zentrale Voraussetzung für eine attraktive und lebenswerte Stadt. Mit einer kommunalen Wohnungsgesellschaft würde Friedrichsdorf langfristig mehr Gestaltungsspielraum gewinnen und aktiv dazu beitragen, Wohnen für alle Generationen erschwinglich zu halten.
Schließlich existieren in fast allen Städten und Gemeinden im Hochtaunuskreis mittlerweile kommunale Wohnungsgesellschaften oder Wohnungsgenossenschaften. Also warum nicht auch in der drittgrößten Stadt des Kreises? Und sollte unsere Stadt dies nicht alleine stemmen können, gäbe es ausreichend Möglichkeiten, sich interkommunalen Projekten anzuschließen.


6. Unternehmen/Gewerbegebiete/Einzelhandel:

Welche Ideen haben und welche Maßnahmen planen Sie, um den Einzelhandel und das Gewerbe in Köppern nachhaltig zu fördern und zu unterstützen?

CDU
Die Entwicklung des Einzelhandels in kleineren Stadtteilen wie Köppern ist eine besondere Herausforderung. Wiederkehrende Geschäftswechsel und Leerstände schwächen die Aufenthaltsqualität und Nahversorgung. Wir setzen daher auf aktives Stadtmarketing, bessere Rahmenbedingungen für kleine Betriebe, weniger Bürokratie und eine gute Erreichbarkeit der lokalen Geschäfte. Kurze Wege, Parkmöglichkeiten und ein attraktives Ortsbild sind entscheidend, damit Kaufkraft im Stadtteil bleibt.
Die von Ihnen genannten neuen gastronomischen Angebote und das Engagement von Zugewanderten sehen wir ausdrücklich als Bereicherung für Köppern. Eine vielfältige Gastronomie stärkt die Lebensqualität, belebt den Ort und schafft Begegnungsräume – genau das entspricht unserem Ziel lebendiger Stadtteilzentren. Köppern ist hier deutlich besser aufgestellt als andere
Stadtteile!

GRÜNE
Trotz einzelner bedauerlicher Schließungen ist die Situation von Einzelhandel und Gastronomie in Köppern derzeit noch vergleichsweise komfortabel. Um dies für die Zukunft zu sichern und Anreize auch für neue Angebote zu schaffen, haben wir GRÜNE unter anderem die Initiative „Runder Tisch Gewerbe“ gestartet. Ziel ist es, den direkten Austausch mit Einzelhandel, Gastronomie und Eigentümerinnen und Eigentümern sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern zu intensivieren und gemeinsam konkrete, umsetzbare Impulse für die Belebung der Zentren zu erarbeiten. Dabei spielt auch die städtische Wirtschaftsförderung eine wichtige Rolle – etwa bei Fragen zu Nachfolgen, Zwischennutzungen und dem Umgang mit Leerstand. Zudem sehen wir die Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, insbesondere rund um die Linde und entlang der Wege für Fuß- und Radverkehr, als entscheidenden Standortfaktor: Wer sich gerne im Ort aufhält, bleibt länger, kommt häufiger und nutzt die Angebote des lokalen Handels.

SPD
Das Angebot in Köppern ist heute schon sehr gut. Jetzt ist es an unseren Bürgerinnen und Bürgern, dieses auch zu nutzen. Also einfach hier in Köppern einkaufen, zum Beispiel in der Honighalle, bei Schneider oder in den beiden Märkten, und in unseren Restaurants auch essen gehen.
Viele Städte und Stadtteile leiden darunter, dass inhabergeführte Geschäfte keine Nachfolger finden Wenn es früher üblich war, dass die Kinder das Geschäft übernehmen, kann man heute nicht mehr davon ausgehen. Die Wirtschaftsförderung kann hier bei Vermittlungen unterstützen.

FWG
Aufgabe der Politik ist es, Rahmenbedingungen zu schaffen, die die Ansiedlung und den dauerhaften Bestand von Gewerbe sicherstellen. Trotz der sehr bedauerlichen Schließung von Läden sind wir in Köppern, gemessen an der Größe, wirklich toll aufgestellt. Wir setzten auch weiterhin auf die exzellenten Standortfaktoren Friedrichsdorfs wie auch die Verkehrsinfrastruktur. Hierbei ist es uns wichtig – auch zur Stärkung des Einzelhandels – kostenloses Parken im gesamten Stadtgebiet weiterhin zu ermöglichen.

FDP
Einzelhandel, Gastronomie und Dienstleister vor Ort beleben die Gemeinde. Unternehmen mit überörtlichen Absatzmärkten bringen Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen.
Um diese anzuziehen und zu halten, müssen:
-Standortgespräche mit Gewerbetreibenden initiiert werden.
-Offensive Vermarktung vorhandener städtischer Gewerbeflächen umgesetzt werden.
-Regelmäßige Berichte über konkrete Wirtschaftsförderungsmaßnahmen für Köppern eingefordert werden.
-Sich Verwaltung, Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung stärker auf den Stadtteil Köppern fokussieren.
Und ja: Es liegt auch an uns allen. Wir wünschen uns lebendige Ortskerne, Feste und Außengastronomie. Aber wenn bei jeder Gelegenheit Beschwerden erfolgen, wird es schwierig. Wer Belebung will, muss sie auch aushalten. Sonst verschwinden die Angebote.

LEBENDIGES FRIEDRICHSDORF
Das Industriegebiet in Köppern verfügt grundsätzlich über eine gute Lage – unter anderem
durch die direkte Anbindung an die Autobahn A5. Auch die Kombination aus S5,
Taunusbahn und Buslinien bietet theoretisch eine solide Grundlage, um Besucherinnen
und Besucher sowie Arbeitskräfte aus dem Umland zu erreichen.
Damit dieses Potenzial besser genutzt werden kann, ist jedoch eine effizientere und stärker
auf den Bahnverkehr abgestimmte Bustaktung erforderlich. Eine verbesserte Verzahnung
der Verkehrsträger würde die Attraktivität des Standorts deutlich erhöhen.

  1. Sicherheit und Ordnung:

Mit welchen Maßnahmen wollen Sie dazu beitragen, dass Sicherheit und Ordnung im Bewusstsein der Menschen in Köppern als gut empfunden werden?

CDU
Das subjektive Sicherheitsgefühl ist ebenso wichtig wie die objektive Sicherheitslage. Einbrüche, brennende Container oder wiederkehrende Rettungseinsätze an zentralen Orten prägen die Wahrnehmung der Bürgerinnen und Bürger unmittelbar.
Wir setzen uns daher für eine stärkere Präsenz von Ordnungskräften, eine enge Zusammenarbeit mit Polizei und Präventionsrat sowie gezielte Präventionsangebote – insbesondere für Seniorinnen und Senioren – ein. Ebenso wichtig sind gut beleuchtete öffentliche Räume, Sauberkeit und eine konsequente Pflege des Stadtbildes. Gleichzeitig sind aktive Vereine und ein starkes nachbarschaftliches Miteinander ein wesentlicher Faktor für Sicherheit. Wo Menschen Verantwortung für ihren Stadtteil übernehmen, entsteht Zusammenhalt und soziale Stabilität. Deshalb sehen wir die Unterstützung von Initiativen wie in Köppern auch als Beitrag zu einem sicheren und lebenswerten Stadtteil.

GRÜNE
Ordnungswidrigkeiten sollten weiterhin konsequent und wenn nötig verstärkt verfolgt werden. Eine erhöhte Präsenz der Stadtpolizei vor Ort ist wünschenswert, muss aber immer auch mit den verfügbaren
finanziellen und personellen Ressourcen abgewogen werden. Durch zusätzliche Angebote wie regelmäßige Informationsveranstaltungen zu Themen wie Einbruchschutz, Verhalten in Notsituationen oder Verkehrssicherheit kann die Stadt das Sicherheitsempfinden der Menschen in Köppern weiter stärken. Auch konkrete Maßnahmen wie eine gute Beleuchtung von Wegen, Haltestellen und Plätzen sowie sichere Übergänge – insbesondere im Umfeld von Schulen und Kitas – tragen spürbar dazu bei, dass Sicherheit und Ordnung im Alltag als verlässlich wahrgenommen werden.

SPD
Die Situation um die Brandstiftungen hat sich zuletzt wieder entspannt. Generell setzen wir uns dafür ein, dass die Polizei häufiger Streife fährt, um somit das Empfinden der Bürger und Bürgerinnen nach Sicherheit zu erhöhen.
Die häufigen RTW-Einsätze an der Linde bzw. in der Ortsmitte wurde zum Anlass genommen mit den Betreibern der Teichmühle das Gespräch zu suchen. So war die Leitung im Oktober in der Ortsbeiratssitzung und es wurden die Problematiken angesprochen. Bei über 60 Bewohnern sind es lediglich eine Handvoll die auffällig werden.
Auch hier sollte die Stadtpolizei zusätzlich aktiv werden, durch Streifen, die ggfs. auch Platzverweise aussprechen und für ein erhöhtes Sicherheitsempfinden sorgen können.
Sicherheit ist ein wesentlicher Faktor für die Lebensqualität einer Stadt. Das Sicherheitsgefühl der Bürger bestimmt maßgeblich, ob eine Stadt als lebenswert empfunden wird oder nicht. Insbesondere in einer Zeit, in der der Alltag der Bürger allzu oft von Krisen, z. B. Pandemien, Naturkatastrophen, Anschlägen, Kriegen, bestimmt wird, werden bestimmte Orte und Situationen selbst dann als unsicher empfunden, wenn keine konkrete Kriminalitätshäufung vorliegt. Insgesamt zeigt die Stadt Friedrichsdorf im Vergleich mit anderen Regionen Hessens in den vergangenen Jahren eine überwiegend niedrige Kriminalitätsbelastung. Dennoch erleben wir auch in Friedrichsdorf eine zunehmende Verunsicherung der Bürger, wie die Ergebnisse der Bürgerbefragung im Rahmen des KOMPASS-Projekts im Jahr 2022 zeigen.
Es ist daher ein Anliegen der SPD Friedrichsdorf, der gewachsenen Sorge, um die Sicherheit durch vermehrte Achtsamkeit und präventive Maßnahmen Rechnung zu tragen.
Wir setzen uns ein für ein sicheres Friedrichsdorf durch:
-eine stärker wahrnehmbare Präsenz der Stadtpolizei,
-mehr Fuß- und Fahrradstreife statt Autostreife,
-Streife in den Abendstunden, insbesondere an stark besuchten Orten, wie dem Bahnhof, Houiller Platz, Landgrafenplatz und Hugenottenstraße,
-koordiniertes Vorgehen mit der Landespolizei;
-ein den Sicherheitsbedürfnissen gerecht werdendes Beleuchtungskonzept;
-Beratung der Bürger zu Schutzmaßnahmen insbesondere gegen neue Erscheinungsformen von Kriminalität in Form von regelmäßigen Informationsveranstaltungen neben dem „Schutzmann vor Ort“;
-regelmäßige Erfassung der subjektiven Sicherheitslage durch Bürgerbefragungen

FWG
Wir engagieren uns für die Sicherheit der Bevölkerung und den Schutz unserer Einsatzkräfte. Hierbei blicken wir auf unsere tolle und engagierte Freiwillige Feuerwehr in Köppern und haben ein offenes Ohr, sobald dort Belange auftreten.
Ein wichtiger Aspekt für die Sicherheit ist eine gute Beleuchtung. Wir unterstützen die begonnene Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Technik. Hinweisen über dunkle Ecken gehen wir nach und versuchen, eine Lösung zu finden.
Mit der Teichmühle hat der Ortsbeirat Köppern in einer der letzten Ortsbeiratssitzungen der letzten Legislaturperiode den Dialog aufgenommen. Es handelt sich um eine nicht städtische Einrichtung. Wir hoffen, über den Austausch– der unseres Dafürhaltens auch in der kommenden Legislaturperiode fortgeführt werden sollte – und Kommunikation das Zusammenleben zu fördern.

FDP
Sicherheit beginnt mit Aufmerksamkeit. Nachbarschaftliche Wachsamkeit und Verantwortung füreinander sind durch nichts zu ersetzen.
Politisch unterstützen können wir das durch folgende Aktionen:
-Ordnungsamt / Polizei und Stadtpolizei regelmäßig in öffentliche Sitzungen einladen.
-Berichte zur Sicherheitslage einfordern.
-Beleuchtungssituationen und bauliche Präventionsmaßnahmen prüfen lassen und ggf. verbessern.
-Null Toleranz bei Vandalismus.
Politik beginnt mit Ehrlichkeit über Kompetenzen und mit der Bereitschaft, innerhalb dieser Kompetenzen hartnäckig zu arbeiten. Der Ortsbeirat ist kein Symbolgremium. Er ist die Stimme unseres Stadtteils. Diese Stimme möchte ich sachlich, engagiert und verlässlich vertreten. Für ein Köppern, das lebendig bleibt.

LEBENDIGES FRIEDRICHSDORF
Im November wurde erfreulicherweise unser Antrag angenommen, im Haupt- und
Finanzausschuss über die Einführung von Bodycams für unsere Stadtpolizisten zu beraten.
Wir sind überzeugt, dass sowohl die Einsatzkräfte als auch die Bürgerinnen und Bürger
davon profitieren würden. Bodycams können die Sicherheit der Stadtpolizisten erhöhen
und zugleich für mehr Transparenz sorgen. Dies stärkt letztlich auch das Sicherheitsgefühl
in der Bevölkerung.
Gleichzeitig müssen jedoch alle Stellen bei der Stadtpolizei besetzt sein, damit Sicherheit
und Ordnung nachhaltig gewährleistet werden können. Politik und Verwaltung sind daher
gemeinsam gefordert, Strategien zu entwickeln, um qualifizierte und motivierte
Stadtpolizisten zu gewinnen und langfristig zu halten.

Den kompletten Fragebogen finden Sie hier.